Umsiedlungskonzept Morschenich


Auf Grund des Braunkohletagebaus wird das Dorf Morschenich umgesiedelt. Die Einwohner haben einen neuen Ort für ihr Dorf gewählt.

Ein „Grüner Anger“ bildet die Mitte. Die bestehende Dorfgemeinschaft kann sich hier räumlich abbilden und erlebt werden. Das Bürgerhaus, die Kindertagesstätte mit Spielplatz und Spielwiese, das Feuerwehrgerätehaus und Sankt Lambertus mit dem Friedhof sind an der gemeinsamen Mitte platziert.

Der Anger ist als offene, großzügige Freifläche angelegt. Er bietet eine Abfolge von unterschiedlichen Teilräumen vom Eingangsplatz über weite Rasenflächen zum Kirchvorplatz bis zum Wassergarten am Waldrand. Die intensiv genutzten Sport- und Veranstaltungsflächen liegen am Dorfeingang geschützt in zwei Waldlichtungen. Unter Einbezug des natürlichen Gefälles wird das Regenwasser offen über die  Retentionsflächen und Gräben zum Wassergarten geführt. Die vorhandenen Feldwege werden fortgeführt und schaffen einen Bezug zur Landschaft.

Der Geschoßwohnungsbau ist entlang der zentrale Grünfläche positioniert. Die überwiegend zweigeschossigen Baukörper bilden so einen baulichen Rahmen für den Anger. Zehn bis vierzehn Häuser gruppierten sich zu Nachbarschaften um den Anger. Entlang der Spielstraßen können die Grundstückbreiten an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden. Gleiches gilt für die Grundstückstiefen, die variabel in die rückwärtigen Wiesen / Retentionsflächen erweitert werden können. Von jedem Haus und von jeder Wohnung blickt man über diese extensiven Freiflächen weit in die umgebende Felder.

Gutachten
2011
Mit Fritzen Architekten & Stadtplaner, Sarah Gräfer Architektur
Fläche: 20 ha
Auftraggeber: Gemeinde Merzenich, RWE Power AG

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